Come in, go abroad

In das Weimarer Studentenleben vor klassischer Kulisse kann man sich leicht verlieben, und die kurzen Wege und zahlreichen Bekanntschaften lassen einen schnell bequem werden.
In der Ferne seinen Horizont zu erweitern, neue Kulturen kennen zu lernen, Sprachkenntnisse auszubauen und Netzwerke zu knüpfen, sind jedoch ganz besonders wertvolle Erfahrungen, die mehr und mehr als sogenannte Basic Skills bei Bewerbungen um Jobs oder Praktika helfen.
Am Anfang meines Studiums des B.Sc. Urbanistik in Weimar war mir nur ein Bruchteil der tatsächlich vorhandenen Internationalität der Universität bewusst. Seither wurde ich immer wieder überrascht und vor neue Herausforderungen gestellt.

Bevor wir im dritten Semester den ersten Entwurf beginnen konnten, galt es zunächst Grundlagen der Gebäudelehre zu erlernen. Um der oft recht trockenen Arbeit einen kulturell wertvollen Hintergrund zu geben, findet das entsprechende Seminar auf einem Hausboot, der MSS Batelier, auf europäischen Gewässern statt. Zugegeben, zwei Wochen mit Kommilitonen in routinierter Aufgabenverteilungen auf kleinem Raum zu verbringen und sich auf der Suche nach Plänen durch fremde Stadtverwaltungsstrukturen zu kämpfen, ist eine Herausforderung, aber ein einmaliges und belohnendes Erlebnis. Kaum zurück an der Universität in Weimar, beginnt das Semester im Rahmen des Wohnungsbau-Entwurfs mit einer Exkursion durch Süddeutschland bis in die Schweiz, um keine architektonischen Highlights zu verpassen.

Der wohl spannendste Teil im Bachelor-Studiengang Urbanistik ist der Auslandsaufenthalt im 5. oder 6. Semester. Dabei ist ein Praktikum oder Studium außerhalb Deutschlands obligatorischer Bestandteil und kann durch ERASMUS oder DAAD gefördert werden. Die Bauhaus-Universität bietet dabei eine weltweite Bandbreite von Partneruniversitäten. Träumst du schon davon, für eine Weile beispielsweise in Rom, Wien, Shanghai, Sydney, Chicago oder Buenos Aires zu leben? Ich persönlich entschied mich für ein Studium in Mexiko Stadt, wo ich den Fachbereich der Urbanistik unter einem völlig anderen Blickwinkel zu verstehen lernte und Fremdes zum Schluss vertraut wurde.

Kaum zurück aus Übersee, konnten wir zu Beginn des 7. Semesters im Rahmen des Stadtplanungsprojekts inspirierende Projekte auf einer Exkursion nach Wien kennen lernen. Nebenbei läuft die Vorbereitung zur Teilnahme am Urban Minorities Joint Workshop II für den März 2013 in Alexandria, Ägypten. Dort steht nicht etwa der Besuch der Pyramiden, sondern der fachliche und interkulturelle Austausch mit Studenten aus dem arabischen Raum im Vordergrund.

Die Bauhaus-Universität Weimar schreibt Internationalität besonders groß und bietet ihren Studierenden deshalb viele Möglichkeiten, neue Erfahrungen in unterschiedlichsten Bereichen im Ausland zu sammeln. Eine Plattform zur Kommunikation über die vielfältigen Auslandserfahrungen bieten unter anderem die Kamingespräche am Institut für Europäische Urbanistik (IFEU). Hierzu sind alle herzlich eingeladen zuzuhören, mitzudiskutieren oder sogar selbst über persönliche Erlebnisse zu berichten.

Marie Schulze, Studierende Urbanistik

weiterführende Links:

» MSS Batelier
» Urbanistik International

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