Auf nach … Jena!

Bequeme 15 Thoska-Zug-Minuten von Weimar entfernt liegt Jena. Idealer Ausgangspunkt für Stadtbummel und Erkundungstour ist der Bahnhof Jena West. Mit seinen knapp über 100.000 Einwohnern ist Jena zwar halb so klein wie Erfurt, aber ein Besuch lohnt sich trotzdem. Denn auch Jena darf sich mit dem Titel Universitätsstadt schmücken. Mit über 20.000 Studierenden ist die Friedrich-Schiller-Universität Jena sogar die Größte in Thüringen. Das bringt viel studentisches Leben mit sich und auch das kulturelle Angebot der Stadt ist mit vielen Konzerten wie beispielsweise der Kulturarena bestens darauf ausgerichtet.

Unter den vielen Gründen für einen Ausflug nach Jena, sei einer an dieser Stelle besonders hervorgehoben: Das Carl-Zeiss Planetarium.Der Name verweist auf den Gründungsvater, der auch eng mit der Stadtgeschichte Jenas verwoben ist. Carl Zeiss lebte im 19. Jahrhundert in Weimar und Jena. Dem gelehrten Mechaniker boten sich durch die Herstellung von Mikroskop-Objektiven auf rechnerischer Grundlage die finanziellen Mittel, um seine kleine Werkstatt mit wenigen Angestellten zu einem großen Unternehmen auszubauen. In dieser Tradition steht auch das Planetarium Jena, das am 18. Juli 1926 eröffnet wurde und heute als betriebsältestes Projektionsplanetarium gilt. 

Die Veranstaltungen im Planetarium verbinden Unterhaltung mit Wissenserwerb. Die etwa 20 Programme umfassen ein buntes Spektrum: Von der Sensationslust, ein Musik-Spektakel wie „Queen Heaven“ durch sechs synchron arbeitende Laserprojektoren auf die 800m2 große Kuppelfläche gezaubert zu bekommen, bis zum Wunsch mehr über „kosmischen Dimensionen“ zu erfahren. Dabei wird zum Beispiel veranschaulicht, dass der Blick in den Himmel niemals „live“ ist und das Licht der Planeten und Sterne viele Minuten oder gar Jahre zu uns braucht. Mit etwas weniger Zeitverzögerung wird in der Vorstellung aber auch der klassische Blick in den Sternenhimmel simuliert und mit digitaler Hilfe Beschleunigung ziehen Tag und Nacht über den Zuschauer hinweg. 

Nach so viel Bewegung kann man Jena Besuch je nach Uhrzeit entweder in der Kaffeerösterei, im Theater-Café oder im Stilbruch in der berühmten Wagnergasse (wo es die Original Fritz Mitte Bude gibt!) ausklingen lassen.
Text und Bild: Anne Heimerl, Kulturwissenschaftliche Medienforschung (MA), 3. Semester

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